1.000 Polizeieinsätze in Asylheimen

Wie aus einer parlamentarischen Anfrage der Freiheitlichen an das Innenministerium hervorgeht, musste die Polizei im vergangenen Jahr fast 1.000 Mal zu oberösterreichischen Asylheimen und Transitunterkünften ausrücken. Die Gründe für das Einschreiten der Polizei reichten dabei von Drogenhandel und Schlägereien bis hin zu Vergewaltigungen.

Insgesamt wurden laut Anfragebeantwortung des Innenministeriums im Vorjahr 952 Einsätze registriert. Demnach fuhr die Polizei durchschnittlich drei Einsätze am Tag zu Asylheimen. Alleine die Erstaufnahmestelle Thalham wurde 197 Mal von der Polizei aufgesucht, gefolgt von der Betreuungsstelle Mondsee mit 169 Einsätzen und der Asylunterkunft Englmayr in Timelkam mit 120 Einsätzen.

Heuer wurden bis Mitte März bereits 335 Polizeieinsätze durchgeführt, wobei davon 60 auf das ehemalige Postverteilerzentrum in der Landeshauptstadt Linz fielen.

„Diese Zahlen belegen, dass das gesunkene Sicherheitsgefühl der Menschen in diesem Land längst traurige Gewissheit ist“, kommentiert FPÖ-Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek die Zahlen. Das Schließen von Polizeiposten, aber auch die unkontrollierte Ein- und Durchreise von Asylwerbern, hätten eine Sicherheitslücke verursacht, die geschlossen werden müsse, um das Bürgerrecht auf Sicherheit wiederherzustellen. „Die täglichen Medienmeldungen zeigen klar auf, dass es offensichtlich unter den Asylwerbern ein nicht zu unterschätzendes Gewaltpotential gibt“, so Podgorschek.

In diesen Asylheimen krachte es 2015 am häufigsten:

  1. 197 Einsätze: Erstaufnahmestelle Thalham
  2. 169 Einsätze: Betreuungsstelle (Containerlager) in Mondsee
  3. 120 Einsätze: Asylunterkunft im GH Englmayr in Timelkam
  4. 61 Einsätze: Asylunterkunft in Grein
  5. 54 Einsätze: Asylunterkunft Kamerlweg 21a in Wels
  6. 30 Einsätze: Asylunterkunft in Hörsching