1. Mai der FPÖ: „Hofer in die Hofburg“

Über 7.000 Besucher, darunter viele Landesregierungsmitglieder, Nationalräte und Landtagsabgeordnete aus den Bundesländern, kamen am Sonntag zur traditionellen 1. Mai-Veranstaltung der FPÖ nach Linz. Das Festzelt auf dem Urfahraner Jahrmarkt war wie schon in den Jahren zuvor bis zum letzten Platz gefüllt. Bei Grillhendln und Bier wurden die Anhänger im rot-weiß-rot geschmückten Festzelt von Oberösterreichs Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, Bundesparteichef HC Strache und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer auf die Hofburg-Stichwahl eingeschworen.

Hofer statt „Van der Heulen“

In seiner Rede betonte Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, dass es jetzt notwendig sei, alle Kraft für die Wahl Norbert Hofers zum Bundespräsidenten einzusetzen. „Wer eine bessere Zukunft für Österreich, wer für Tradition und Werte ist, der wählt FPÖ. Die FPÖ ist der Garant für Freiheit, Sicherheit und Wohlstand“, stellte Haimbuchner klar. Nach der kommenden Wahl werde sich Van der Bellen „wohl in der Van der Heulen umbenennen“. Ein grüner Scherbenhaufen in der Hofburg dürfe nicht Realität werden. Die falsch verstandene Toleranz der Grünen und Roten habe nämlich erst zu den Problemen in Österreich geführt.

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HC Strache: „Wir brauchen eine Rückkehrkultur“

Die falsch verstandene Toleranz war auch ein zentraler Punkt in der Rede von Bundesparteiobmann HC Strache, der nicht müde wurde zu betonen, dass „wir keinen grünen Diktator brauchen“. Die stärkste Partei solle mit der Regierungsbildung beauftragt werden, nicht die Partei, die den persönlichen Wünschen entspreche. Auch die politischen Vertreter andere Staaten hätten sich nicht in innerösterreichische Fragen einzumischen, konterte Strache die Aussagen des SPD-Chefs Sigmar Gabriel, der zuvor versucht hatte, die FPÖ-Wähler zu maßregeln. Diese sollten sich zuerst um die selbstgeschaffenen Probleme in ihren Ländern kümmern. Denn jetzt sei es nötig zu handeln. „Wir brauchen ein Rückkehrkultur“, forderte der freiheitliche Bundesparteiobmann.

Hofer: „Ich werde Bundespräsident!“

Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer, der unter lauten „Hofer“-Rufen und mit einem rot-weiß-roten Fahnenmeer empfangen wurde, betonte seine Liebe zur Heimat Österreich, den Menschen und seine Bodenständigkeit: „Ich bin gelernter Flugtechniker, meine Frau arbeitet als Altenpflegerin.“ Er wolle ebenso wenig wie seine Frau ein abgehobenes Präsidentenpaar werden, sondern auch weiterhin ein Teil der österreichischen Bevölkerung sein. „Ich bleibe einer von euch. Und ich werde Bundespräsident“, zeigte sich Hofer siegessicher.

Sozialdemokratische Wähler lud er ein, „zu uns zu kommen, wo Freundschaft noch ein Wert“ sei. An das ÖVP-Lager schickte er die Botschaft aus: „Wir Freiheitliche halten die Werte des Christentums hoch und heilig.“ Und als „Schutzherr der Österreicher“ werde er auch nicht wie sein Mitbewerber Van der Bellen die „Exekutive als latent gewalttätige Macht“ bezeichnen, sondern für „eine ordentliche Ausstattung des Heeres“ sorgen, erklärte Hofer unter tosendem Applaus.

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