20 Jahre AMS: Rekordarbeitslosigkeit ist kein Grund zum Jubeln

Das Arbeitsmarktservice (AMS) feierte am Mittwoch sein 20-jähriges Bestehen. Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit in Österreich gibt es für den Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Manfred Haimbuchner, allerdings keinen Grund zum Jubeln. „Statt Menschen in ein neues Beschäftigungsverhältnis erfolgreich zu vermitteln, wurde ein Verwaltungsapparat geschaffen“, kritisiert Haimbuchner. Ihn ärgern vor allem die „geschönten Statistiken“. „Würde man jene Beschäftigungslose mitrechnen, die in Kursen versteckt werden, dann wäre die Situation noch dramatischer“, so Haimbuchner. Bereits im kommenden Winter könnten in Österreich mehr als eine halbe Million Menschen ohne Arbeit sein.

Der FPÖ-Politiker fordert deshalb Reformen, mit denen Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden: „Dazu wird es notwendig sein, Steuergeld verschwendende Sinnlos-Schulungen zu beenden und eine wirkliche Steuerentlastung auch für die Betriebe umzusetzen.“ Um den Arbeitsmarkt zu beleben, müssten die Lohnnebenkosten gesenkt werden.

Genauer unter die Lupe genommen werden sollen aus Sicht des freiheitlichen Landesparteiobmannes die ausgelagerten Schulungsbetriebe. Diese stehen meist der SPÖ nahe. „Wir können es uns nicht leisten, ein System, das so offensichtlich schlecht funktioniert, weiter so wie bisher laufen zu lassen und auf Kosten aller zu finanzieren“, so Haimbuchner.