500-Euro-Verbot: „Der Anfang vom Ende“

Die Europäische Zentralbank (EZB) entschied am Mittwoch, den Druck und die Ausgabe des größten Euro-Scheins gegen Ende 2018 einzustellen. Für die EZB ein Schritt, um kriminelle Machenschaften einzudämmen, für Kritiker der erste Schritt zum Bargeldverbot.

Experten rechnen, dass das Aus für den 500-Euro-Schein bis zu einer halben Milliarde Euro kosten dürfte. Die EZB und Befürworter dieses Schrittes argumentieren dies mit dem Einwand, dass Geldwäsche zumeist mit Hilfe großer Scheine durchgeführt werde. Ein Argument, dem der Wirtschaftsexperte Friedrich Schneider von der Universität Linz entschieden entgegentritt. Laut Schneider würde der Großteil der Geldwäsche bereits jetzt bargeldlos über Scheinfirmen abgewickelt. Eine Abschaffung des 500-Euro-Scheines sei demnach kein geeignetes Mittel, um diesen Machenschaften entgegenzutreten. Der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer ist deshalb davon überzeugt, dass „ganz andere Motive“ dahinterstecken müssen.

Hofer befürchtet, dass mit dem Aus für den 500-Euro-Schein nun der „Anfang vom Ende des Bargeldes“ eigeläutet worden sei. Mit der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes versuche man nun über Negativzinsen an das Ersparte der Menschen zu gelangen. Ohne Bargeld könne man sein Vermögen auch nicht mehr von den Geldinstituten abziehen und sei der „Geldpolitik schutzlos ausgeliefert“, warnt der FPÖ-Kandidat. Diese Entwicklung sei erschreckend und führe zur „totalen Kontrolle über die Bürger“. Deshalb sei es jetzt notwendig, das „Bargeld in der österreichischen Verfassung zu schützen“, so Hofer, um die Freiheit der Österreicher nicht von EU und EZB einschränken zu lassen.

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