AMS-Chef will unkontrollierten Arbeitsmarktzugang für Asylwerber

Der oberösterreichische AMS-Chef Gerhard Straßer steht aktuell in der Kritik. Er spricht sich dafür aus, Asylwerber im laufenden Asylverfahren bereits Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewähren. „Je früher das passiert, desto eher können wir mit gezielten Schulungen beginnen und Fachkräfte ausbilden“, sagt er. Von ÖVP-Wirtschaftslandesrat Michael Strugl bekommt er Rückendeckung für seine Forderungen.

FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr kritisiert diesen Vorschlag hingegen als „verfehlt“. „Die geforderte Maßnahme wird auch sicher nicht den drohenden Fachkräftemangel verhindern können. Die Öffnung des Arbeitsmarktes für alle Flüchtlinge würde auch unsere heimischen Hilfsarbeiter verdrängen.“ Das berge die Gefahr, dass die Arbeitslosigkeit durch die Öffnung sogar noch steigen könnte.

Daher kann es für die FPÖ einen Zugang von Asylwerbern zum Arbeitsmarkt erst nach einem positiven Asylbescheid geben. Mahr stellte deshalb klar: „Vor dem Bescheid haben Asylwerber ohnehin die Möglichkeit, gemeinnützig zu arbeiten, sich selbstständig zu machen, und eine Lehre in Mangelberufen zu beginnen. Sie müssen also nicht zwingend – wie SPÖ und Grüne oft behaupten – tatenlos auf das Ergebnis ihres Asylverfahrens warten.“