Arbeitslosigkeit in Oberösterreich steigt weiter

Die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich ist im August erneut gestiegen: Offiziell sind nunmehr 5,8 Prozent der erwerbsfähigen Oberösterreicher ohne Arbeit. Im August 2014 waren es noch 5,3 Prozent. In absoluten Zahlen sind damit beim AMS 39.375 Personen arbeitslos gemeldet. Auffällig ist, dass deutlich mehr Männer keinen Arbeitsplatz haben. Gleichzeitig verschlechterte sich die Lage bei den Über-50-Jährigen. Am stärksten angestiegen ist die Arbeitslosigkeit in Linz, Wels und in Traun.

Bundesweit stieg die Arbeitslosenquote sogar um 8,1 Prozent auf insgesamt 384.585 Personen. Im österreichweiten Vergleich liegt Oberösterreich mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent vor Salzburg und Tirol. Wien dagegen ist mit 13,2 Prozent das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote. Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft wiesen mit plus 20,5 Prozent einen besonders hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf, während sie bei Inländern „nur“ um 9,2 Prozent stieg.

„Oberösterreich ist längst keine Insel der Seligen mehr, die Pleite der Ring Bäckerei, aber auch die bereits beim AMS angemeldeten Mitarbeiter der Baumarktkette Baumax werden die Situation weiter verschärfen“, befürchtet FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner. Er spricht sich dafür aus, endlich wirksame Maßnahmen umzusetzen, um den Konjunkturmotor zu starten. „SPÖ und ÖVP haben es bei der Steuerreform verabsäumt, die überfällige Senkung der Lohnnebenkosten sowie die Verringerung der Steuern- und Abgabenquoten in Angriff zu nehmen. Wird die Wirtschaft nicht entlastet, kann auch der Industrie- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich nicht gestärkt werden“, sagt Haimbuchner.