Asyl-Schulklasse in Linz verängstigt Eltern

Ab heute wird es in Linz eine sogenannte Übergangsklasse für 20 minderjährige Asylwerber geben. Die Asylwerber im angeblichen Alter von 15 und 16 Jahren sollen in der NMS Harbachschule in Urfahr unterrichtet werden. Zahlreiche Eltern sind um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt, da es erst im Sommer sexuelle Übergriffe von Einwanderern an Schülern gab.

Die kurzfristige Einrichtung einer Asyl-Schulklasse sorgt für starke Kritik. Die Eltern waren erst am Freitag, also vor drei Tagen, über die Neuerung informiert worden. Grund dafür dürfte neben den sexuellen Attacken des Sommers auch die Unklarheit hinsichtlich des Alters der Asylwerber sein. Im Vorjahr log fast die Hälfte der untersuchten „minderjährigen Asylwerber“ bei ihrem Alter. Wie medizinische Tests bestätigten, waren 951 der 2.200 Getesteten schon erwachsen, einige Asylwerber waren bereits älter als 35.

Für FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr ist die Einrichtung einer Asyl-Schulklasse eine unverständliche Aktion. „Gerade in letzter Zeit häufen sich negative Vorfälle durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.“ Die Ängste der Eltern seien deshalb verständlich und berechtigt. „Das Wohl unserer Bürger muss in jedem Fall im Vordergrund stehen“, unterstreicht der freiheitliche Politiker klar. Für Mahr sei „die einzige Lösung eine Verteilung der Flüchtlinge auf verschiedene Schulen“. Dies müsse jedoch in Abstimmung mit den Eltern geschehen und nicht durch kurzfristige „Hauruck-Aktionen“, die nur weitere Ängste schüren würden.