„Asyl-Verteilung“ als größte Sorge

Wohin mit den vielen Asylwerbern? Wir haben wahrlich keine anderen Sorgen! Diesen Eindruck hat man zumindest, wenn man sich die aktuelle Debatte um die unterzubringenden Asylanten ansieht. Der Bund fordert von Oberösterreich weitere Asylsuchende aufzunehmen und zu betreuen. Und vom Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) abwärts beeilt sich die Politik tunlichst diese Vorgabe prompt zu erfüllen: Herbergssuche im Sommerloch 2014.

In dieser Frage sind sich übrigens SPÖ und ÖVP brüderlich einig. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) wird sogar von Soziallandesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) „für seine hohe Bereitschaft, an der Suche nach Quartieren mitzuwirken“ gelobt. Laut SPÖ werden „in den Sommermonaten 250 neue Grundversorgungsplätze“ in Oberösterreich geschaffen. Die Vorschläge, wo man diese Menschen unterbringen möchte, sind abenteuerlich: Im Ort Thalham bei St. Georgen (wo ein ohnedies mit 180 Personen überfülltes Erstaufnahmezentrum steht) werden Zusatzquartiere gesucht und in der Kaserne Linz-Ebelsberg (wo noch immer Soldaten ihren Dienst tun) will man ebenfalls Asylwerber stationieren. Der neueste Einfall: Die Fachschulen des Landes sollen ihre Internatsplätze über die Sommerferien zur Verfügung stellen. Man kann nur hoffen, dass die Sommergäste im September wieder ihre Plätze räumen. Und nicht, wie in der Votivkirche, eine Nachspielzeit erpressen.

Was kostet das alles eigentlich? Während Bundesheerkasernen und Polizeiposten geschlossen werden müssen, gibt es offenbar unerschöpflich Kies für den Asylbereich. Wie FPÖ-Bundesrat Gerd Krusche mittels parlamentarischer Anfrage von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erfragen konnte, kostet ein Schubhäftling im steirischen Vordernberg umgerechnet 2.000 Euro pro Tag.