Asylanten: Mit Stichprobentests zu Berufsabschlüssen

Laut aktuellen Arbeitsmarktzahlen ist jeder dritte Arbeitslose in Österreich ein Fremder. Während die Arbeitslosigkeit bei Inländern im Vormonat Mai gegenüber Mai 2015 minimal zurückgegangen ist, stieg die Zahl der beschäftigungslosen Ausländer im Vergleichszeitraum um 11.352 Personen an – ein Plus von 10,4 Prozent.

Aktuell teilen sich die 405.470 Arbeitslosen auf 284.977 Inländer und 120.493 Ausländer auf. Prozentuell sind bereits 29,1 Prozent der arbeitslosen Personen aus dem Ausland. Noch deutlicher fällt die Verteilung im Schulungsbereich aus. Von 71.081 AMS-Schulungsteilnehmern sind 25.517 Ausländer, also knapp 36 Prozent.

Berufsabschlüsse für Asylanten via „Stichprobentests“

In absehbarer Zeit könnte es noch zu einer weiteren Verschärfung am heimischen Arbeitsmarkt kommen. Denn die Bundesregierung will Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten den Zugang zu einem Anerkennungsverfahren ohne entsprechende Dokumente ermöglichen. Konkret bedeutet das, dass Asylanten Berufs- oder Bildungsabschlüsse trotz fehlender Nachweise erhalten.

Über die Verfahren zur Ermittlung der Qualifikation heißt es in einer Gesetzesvorlage der Regierung wörtlich: „Geeignet erscheinende Verfahren können etwa praktische oder theoretische Prüfungen, Stichprobentests, Arbeitsproben sowie Gutachten von Sachverständigen sein. Die Auswahl des Verfahrens […] liegt im Ermessen der zuständigen Behörde.“

Dazu kommt von der FPÖ ein klares Nein. „Diesem Privileg, ohne den Nachweis eines Berufs- oder Bildungsabschlusses eine staatlich anerkannte Qualifikation zu erhalten, kann man nur eine Absage erteilen“, sagt FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner.