Asylwerber integrieren?

Während sich der Unmut im Land über die Ungleichbehandlung von einreisenden Ausländern und Österreichern mehrt, die aufgrund vergessener Pässe eine Strafe entrichten müssen, zeichnet Integrationslandesrat Rudi Anschober (Die Grünen) weiterhin ein anderes Bild von der stattfindenden Zuwanderung.

Für ihn gelte es, die Integration der Asylwerber voranzutreiben. Ihr Gelingen entscheide nämlich darüber, „ob die aktuelle Flüchtlingsbewegung zu einer Chance oder einem Problem für Oberösterreich wird.“ Die daraus hervorgehende Frage, warum es Asylwerber, die nur über ein zeitlich begrenztes Aufenthaltsrecht verfügen, zu integrieren gälte, lässt Anschober indes unbeantwortet. Stattdessen vermutet er unter den Asylwerbern potentielle Fachkräfte, die den existenten Mangel von etwa 15.000 Fachkräften in Oberösterreich ausgleichen könnten. Dazu gelte es jedoch vorerst noch ihre Qualifizierungen festzustellen. Zeitgleich verdoppelte sich die Arbeitslosenquote in Oberösterreich seit Januar 2015 von vier auf acht Prozent.

Die FPÖ fordert indessen die Förderung und Ausbildung heimischer Fachkräfte, sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich. Die Aufgabe des Asylwesen sei nicht die langfristige Integration der Asylwerber, sondern ihre Heimkehr in ihre Ursprungsländer.