Bildungstests beibehalten und ausbauen

Für rund 160.000 Schüler werden die für April und Mai geplanten Schultests verschoben. Die Vortestung zu PISA 2015 entfällt ebenso. Österreichweit sind etwa 2.400 Schüler davon betroffen. Kritik zu dieser Verschiebung kommt von den Freiheitlichen. „Wir sind für die Beibehaltung der Bildungstests“, sagt FPÖ-Bildungssprecherin Silke Lackner.

Lackner geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht sich für den Ausbau dieser Tests aus: „Gerade in Zeiten, in denen ein großer Umbruch im Schulsystem stattfindet, sind Vergleiche der Schulen untereinander, mit den Bundesländern und mit anderen europäischen Regionen von enormer Bedeutung.“ Eine objektive, halbjährlich durchgeführte Standarderhebung ab der Volksschule könnte eine bessere Vergleichbarkeit schaffen, meint die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

Echter Bildungsföderalismus beginnt bei der Kompetenzverlagerung zugunsten der Länder. „Der Bund gibt die Bildungsziele vor und die Ausgestaltung soll den Ländern obliegen“, sagt Lackner. Der freiheitliche Parlamentsklub hat am 18. März einen Antrag betreffend die Ermöglichung der PISA-Testung für einzelne Bundesländer eingebracht. Dieser Antrag wurde aber von den Regierungsparteien abgelehnt. Daher sei ihrer Ansicht nach die oberösterreichische Initiative um so dringlicher.