Bundesheer: FPÖ kritisiert Sparstift

Österreichs Bundesheer hat eine lange Tradition. Ebenso traditionell regiert dort jedoch der Sparstift. In der Sitzung des oberösterreichischen Landtags vergangenen Donnerstag waren der Erhalt der Stellungsstraße in Linz und der Kaserne Freistadt Thema. Der Sicherheitssprecher der FPÖ Oberösterreich, Landtagsabgeordneter Alexander Nerat, sprach sich dabei klar gegen die Schließungspläne aus. „Einsparungen sind hier in keiner Weise gegeben“, so Nerat.

Im heurigen Jahr absolvieren 8.725 junge Oberösterreicher die Stellung in Linz. Das sind 18 Prozent aller Stellungspflichtigen. Nerat: „Kommt es zu einer Verlegung in ein anderes Bundesland, werden nur die Kosten verlagert. Die FPÖ sagt Nein zu dem daraus resultierenden teuren und aufwändigen Stellungs-Tourismus.“

Auch die im Raum stehende Schließung der Tilly-Kaserne in Freistadt ist für die Freiheitlichen kein Thema. Die Tilly-Kaserne stehe bei Umfragen zur Zufriedenheit bei den Soldaten und Bediensteten „mit dem dienstlichen Umfeld“ mit 99 Prozent am Stockerl ganz oben. Der Fliegerhorst Vogler in Hörsching sei dagegen mit 40 Prozent weit abgesunken.

Seitens der FPÖ gibt es ein Bekenntnis für ein schlankes, aber gut ausgebildetes Bundesheer. „Kasernenschließungen und das ‚Aus‘ für die Stellungskommission in Linz sind aber der Weg in die falsche Richtung. Struktureller Kahlschlag hat mit Einsparung nichts zu tun“, argumentiert der freiheitliche Landtagsabgeordnete. Nerat betont, dass für die Truppe eine weitere Verschlechterung der Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten nicht mehr vertretbar sei. Nachsatz: „Möglicherweise ist aber noch Einsparungspotential im Bereich des Militärkommandos gegeben.“