Bundesheer kann sich Katastrophenhilfe nicht mehr leisten

In einem offenen Brief an Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) zeigt der Militärkommandant von Oberösterreich, Kurt Raffetseder, die massive Geldnot beim Bundesheer auf. Raffetseder meint wörtlich, dass „wer Hilfe vom Heer benötigt, Soldaten einen Bus schicken muss.“ Es fehle auch am Geld für das „Pickerl“ der Fahrzeuge sowie an Ersatzteilen für die alten Mannschaftstransporter. Zur Erinnerung: Bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 halfen tausende Soldaten den Flutopfern. Das könnte in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Ohne Unterstützung der Behörden „können wir die Einsätze nicht mehr leisten“, so Raffetseder.

„Es ist zum Schämen, was hier passiert“, zeigt FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner Verständnis für den Hilferuf des Militärkommandanten. Die rot-schwarze Bundesregierung dürfe das Heer nicht kaputt sparen. „Damit wird die Sicherheit unserer Heimat aufs Spiel gesetzt“, kritisiert Haimbuchner. Er fordert, dass dem Bundesheer rasch jene finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um im Ernstfall helfen zu können. „Die Landesverteidigung und der Katastrophenschutz sind grundlegende Staatsaufgaben, die weiterhin erfüllt werden müssen“, stellt Haimbuchner klar.