Bundesregierung duckt sich bei Zielpunkt-Pleite weg

Nach der Insolvenzankündigung von Zielpunkt versuchte der freiheitliche Parlamentsklub mit einem Entschließungsantrag am selben Tag im Plenum des Nationalrates die Bundesregierung zur Vorleistung für die betroffenen Mitarbeiter zu bewegen. Es sollte das November-Gehalt und das Weihnachtsgeld für 2.700 von der Arbeitslosigkeit bedrohte Zielpunkt-Mitarbeiter vor dem langwierigen Insolvenzverfahren unbürokratisch und rasch ausgezahlt werden.

Nachdem die Regierungsparteien diesen freiheitlichen Antrag im Parlament ablehnten, melden sich nun die oberösterreichischen Freiheitlichen Arbeitnehmer zu Wort. Ihr Landesobmann Gerhard Knoll sieht die Regierung nun erst recht in der Pflicht: „Priorität muss sein, die über 2.700 Mitarbeiter in Beschäftigung zu halten, denn diese haben die Pleite am allerwenigsten verursacht. Hinter Mitarbeitern stehen zudem Familien, die es auch nicht verdient haben, kurz vor Weihnachten mit so einer Hiobsbotschaft konfrontiert zu werden.“ Gleichzeitig sei noch nicht abzusehen, wie sich die Zielpunkt-Pleite auf die Zulieferer auswirken werde. Hier könnte der weitere Verlust von Arbeitsplätzen drohen.

Ein rasches Handeln der Bundesregierung sei immer noch dringend notwendig, zumal für andere Bereich immer schnell Geld vorhanden sei: „In einer Nacht und Nebelaktion wurde eine marode Bank verstaatlicht, ein Durchgriffsrecht zur Unterbringung von Flüchtlingen beschlossen, der Tagessatz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge signifikant erhöht oder auch die Ruhezeiten für Busfahrer für deren Transport außer Kraft gesetzt. Für Banken und zugewanderte Menschen war die Regierung sofort zur Stelle, während für die Zielpunkt-Betroffenen bisher nur kollektiver Katzenjammer von Faymann und Co. zu hören war.“