Crystal Meth auf dem Vormarsch

Die Zahl der Crystal-Meth-Konsumenten in Oberösterreich steigt dramatisch. Laut Polizeiangaben hat die Droge das Potenzial, Cannabis als Nummer 1 abzulösen. Crystal Meth ist eine äußerst gefährliche Droge. Sie führt binnen kürzester Zeit zu Schäden am Gehirn und den inneren Organen. Nicht selten hat der Konsum auch psychische Auswirkungen. Hauptbezugsquelle für das „Teufelszeug“ sind Medienberichten zufolge die tschechischen Vietnamesen-Märkte, wie etwa jene in Vyssi Brod (Hohenfurt) in Grenznähe zu Bad Leonfelden.

Crystal Meth ist vergleichsweise schnell verfügbar und besonders günstig. Zwischen 30 bis 40 Euro kostet ein Gramm an der Grenze. Der Preis ist für die steigende Zahl der Süchtigen maßgeblich mitverantwortlich. Im Jahre 2013 wurden alleine 1.197 Ersttäter erfasst und die sichergestellte Menge an Crystal Meth verdoppelte sich im Vergleich zum Jahr 2012 auf 7,57 Kilogramm. „Besonders erschreckend sind jedoch die verheerenden gesundheitlichen Folgen dieses Konsums“, zeigt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Brigitte Povysil auf.

FPÖ fordert Drogengipfel

Die FPÖ fordert jetzt einen überregionalen Drogengipfel. Gemeinsam sollen Strategien gegen den steigenden Konsum gefunden werden. Neben Vertreter aus Tschechien sollen auch die Bayern dabei sein, da diese vor ähnlichen Problemen auf Grund der Grenznähe stehen. Zusätzlich will Povysil Vertreter aus dem Gesundheitsbereich – etwa Ärzte und Apotheker – aber auch aus dem Sicherheitsbereich und der Politik an einen Tisch bringen. „Wir müssen rasch handeln“, ist die FPÖ-Gesundheitssprecherin überzeugt.