NAbg. DI Deimek: Russisch-chinesischer Erdgas-Pakt droht

Teile diese Ansicht Helmut Schmidts

Die Verfechter von Sanktionen gegen Russland werden nicht müde, die ökonomische Verwundbarkeit des Riesenreiches zu betonen. „Dabei hat die EU in Wahrheit Gas für wenige Tage, wenn es zu einem Lieferstopp kommt“, macht FPÖ-NAbg. Gerhard Deimek auf die Resultate einer Untersuchung Steffen Bukolds aufmerksam. Russland scheine bereits Alternativen zum europäischen Markt gefunden zu haben.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger und weite Teile der europäischen Elite werden nicht müde, die ökonomische und finanzielle Abhängigkeit Russlands von europäischen Energieimporten zu betonen. „Die Eckpfeiler dieser Theorie geraten immer mehr ins Wanken. Uns steht möglicherweise ein 30-Jahres Vertrag mit China ins Haus. Dann ist Europa aus dem Rennen“, fordert Deimek weitsichtigere Politik. Der Citigroup-Analyst Ronald Smith geht von einem russisch-chinesischem Agreement noch in diesem Jahr aus. „Wir sind aufgrund der zaghaften Energiepolitik, die eine raschere Umstellung auf erneuerbare Primärenergieträger verschlafen hat, derzeit noch immer von russischen Erdgaslieferungen abhängig, das ist ein Faktum. Höhere Preise oder Lieferungsengpässe würden unsere Wirtschaft massiv treffen. Die Aussagen von Energiekommissar Günther Oettinger ähneln eher einer Märchenstunde, als einer rationalen Einschätzung“, kritisiert Deimek.

„In diesem Bereich teile ich die Einschätzung des deutschen Altkanzlers Helmut Schmidt. Die Sanktionen sind dummes Zeug“, schließt Deimek.