Drogen als Flucht aus der Überlastung

Crystal Meth zählt zu einer der gefährlichsten Drogen unserer Zeit. Sie macht sofort abhängig und zieht schwerste Langzeitfolgen nach sich. FPÖ-Gesundheitssprecherin Brigitte Povysil zeigt auf, dass besonders Oberösterreich davon betroffen ist. 70 Prozent der österreichweiten Anzeigen werden in Oberösterreich gemacht. Daher solle das Land eine Studie über den Konsum von Drogen und insbesondere Crystal Meth in Auftrag geben, fordert die freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Wir fordern einerseits eine Studie über die aktuelle Situation. Andererseits ist darauf aufbauend eine gezielte Informations- und Aufklärungskampagne gegen den Drogenmissbrauch notwendig“, so Povysil.

Verändert haben sich die Motive zum Drogenmissbrauch. Längst sind es nicht mehr nur noch die klassischen „Kinder vom Bahnhof Zoo“, die damit ihr Leben aufs Spiel setzen. Gemäß einer deutschen Studie nennt die Hälfte der Befragten eine Überlastung im Job als Grund für den Drogenkonsum. Aber auch eine erschreckend hohe Anzahl berufstätiger Mütter greift gegen die Doppelbelastung zur gefährlichen Substanz Crystal Meth. Die Folgen sind katastrophal: Bereits die erste Einnahme dieser Droge führt zu einer Veränderung der Hirnchemie und des Charakters sowie zu psychischen Störungen. Povysil weiß: „Neben Psychosen und Hirnschäden sind Konsumenten binnen kürzester Zeit meist von Verfolgungswahn, Gedächtnisstörungen und Angstzuständen betroffen.“