Effiziente Straßenerhaltung in Oberösterreich

Das Land Oberösterreich ist als moderner Dienstleister für die laufende Instandhaltung von rund 6.000 Kilometer Landesstraße zuständig. Um eine bestmögliche Infrastruktur gewährleisten zu können, müssen die Landesstraßen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten verwaltet und erhalten werden. Anhand moderner Technologien wie dem „Pavement Management System“ können Straßenzustände erfasst und anhand ihrem Sanierungsbedarf bewertetet werden. Nicht nur die Straßenoberflächen werden dabei untersucht. Die moderne Analysetechnik erlaubt ebenfalls eine Evaluierung des Straßenunterbaus. „Neben den Oberflächenmerkmalen ist es natürlich auch wichtig den Straßenaufbau zu kennen. Die Fassade eines Wohnhauses gibt schließlich auch noch keine Information über den inneren Zustand des Hauses“, betont Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Mit einem Spezialfahrzeug – dem „RoadSTAR“ – wird in einem 5-Jahres-Intervall das gesamte oberösterreichische Straßensystem erfasst. So können Vergleichswerte in regelmäßigen Abständen erhoben, miteinander verglichen und somit langfristige Prognosen erstellt werden. Vor allem aber unterstreicht Steinkellner die Objektivität des Analyseverfahrens: „Dieses System hilft uns, unter schwierigen budgetären Rahmenbedingungen, einen effizienten Mitteleinsatz zu gewährleisten. Nicht demjenigen, welcher am lautesten schreit sondern jenem, der Unterstützung am dringendsten benötigt wird demnach geholfen.“ Neben dem Burgenland investiert Oberösterreich als einziges Bundesland flächendeckend in die Auswertung mittels „Pavement Management System“.

Derzeitige Berechnungen zeigen einen notwendigen Budgetbedarf von rund 45 Millionen Euro für die jährlichen Instandsetzungsmaßnahmen auf, um der Verschlechterung des Substanzwertes entgegenzuwirken. „Um den Substanzwert auf unseren Landesstraßen auf einem konstanten Niveau zu halten, sind zusätzliche Investitionen essentiell“, betont Landesrat Steinkellner.