Eifrige Herbergssuche für Asylwerber

In Oberösterreich läuft derzeit die Suche nach Quartieren für Asylwerber auf Hochtouren. Diskutiert wurde in den letzten Tagen unter anderem, ein Containerdorf auf dem Messegelände in Freistadt einzurichten. Dazu gibt es allerdings ein klares Nein aller Parteien im Freistädter Gemeinderat. Aber auch SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug hat sich in die Debatte eingebracht und vorgeschlagen, die Tilly-Kaserne in Freistadt als Asylquartier zu nutzen. Während man bei der Container-Variante über die Wohnqualität nachdenkt, prüft nunmehr gemäß Medienberichten die zuständige SPÖ-Landesrätin Gertraud Jahn, ob die Kaserne genutzt werden kann.

Übersehen wird dabei offenbar, dass der Vorschlag von Minister Klug ganz eindeutig als blanker Unfug gesehen werden muss. FPÖ-Städtebundsprecher und Stadtrat Detlef Wimmer zeigt auf: „Im Jänner rücken Offiziersanwärter des Einjährig-Freiwilligen-Kurs ein. Geht es nach Klug, sollen die Offiziersanwärter nicht nur im selben Boot, sondern auch im selben Bett wie die Asylanten liegen.“

Abwechselnd geraten also unterschiedliche Städte ins Visier des SPÖ-Ministers, ohne dass dessen Angriffe aber von Erfolg gekrönt sind. „In Linz-Ebelsberg ist Klug am massiven Widerstand der Bevölkerung gescheitert. In Freistadt macht ihm jetzt seine eigene Logistik einen Strich durch die Rechnung“, schmunzelt Wimmer. Neben den humoristischen Aspekten der immer peinlicher werdenden Ressortführung sieht Wimmer als Vertreter der Freiheitlichen im Städtebund eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit: „Wir lehnen ein unwiederbringliches Aushungern der Infrastruktur ab. Verlorene Standorte in den Städten können wohl nie mehr militärisch genutzt werden – vor allem für betroffene Soldaten, aber im Ernstfall auch für die Bürgerinnen und Bürger ein Skandal erster Güte.“