Eigene Förderklassen für Migranten

Laut einer aktuellen Jugendstudie des Landes Oberösterreich befürchten Mädchen und Burschen im Alter von 14 bis 22 Jahren einen Absturz des Bildungsniveaus. Gleich ein Drittel der Befragten sagt, dass durch die massive Zuwanderung in unser Land das Bildungsniveau sinken könnte. 75 Prozent der Jugendlichen ohne bzw. 72 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind der Meinung, dass Zuwanderer gut Deutsch lernen müssen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Nicht einmal 15 Prozent der Kinder schaffen das Niveau für den Volksschuleintritt. Für FPÖ-Bildungssprecherin und Landtagsabgeordnete Silke Lackner sind neben einer verstärkten frühen Sprachförderung auch Maßnahmen in den Schulen notwendig. „Damit Kinder und Jugendliche nicht zu Schulabbrechern und somit zu den Arbeitslosen von morgen werden, ist der Erwerb von ausreichenden Sprachkenntnissen das Gebot der Stunde“, so Lackner.

Jeder siebte Schüler in Oberösterreich hat Deutsch nicht als Muttersprache. 42 Prozent der Volksschüler werden als „außerordentliche Schüler“ geführt. Konkret nehmen also 5.300 Kinder am Regelunterricht teil, werden aber nur teilweise oder gar nicht benotet. Grund dafür sind die mangelnden Sprachkenntnisse. Bereits im Jänner 2013 forderte die FPÖ, dass den Kindern ausreichende Deutschkenntnisse vermittelt werden müssen. „Es wären aus unserer Sicht eigene Förderklassen für die Betroffenen notwendig, bis sie dem Regelunterricht folgen können. Dann wäre der Status ‚außerordentlicher Schüler‘ hinfällig“, meint Lackner. Für sie ist die deutsche Sprache „der Schlüssel zu unserer Gesellschaft“.