Eltern bei Kinderbetreuung in ländlichen Gemeinden entlasten

Ab dem vollendeten 30. Lebensmonat bis zum Schuleintritt ist die Kinderbetreuung in Oberösterreich gratis – und zwar ohne Stundenbeschränkung. „In vielen Landgemeinden gibt es jedoch nur am Vormittag ein Betreuungsangebot“, zeigt FPÖ-Familiensprecherin Ulrike Wall auf. In ihrem Heimatbezirk Rohrbach gebe es nur in zehn der 42 Gemeinden eine ganztägige Betreuung. „Eltern sind daher gezwungen, auf Alternativen wie etwa Tageseltern auszuweichen. Diese kosten aber im Gegensatz zum Kindergarten etwas“, schildert die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

Mit der neuen Tageselternverordnung dürfen nun bis zu fünf Kinder extern betreut werden. Sie schlägt deshalb vor, dass die Gemeinden Tageseltern beauftragen könnten, die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten zu übernehmen. „Hat die örtliche Kinderbetreuung nicht mindestens von Montag bis Donnerstag durchgehend acht Stunden offen, soll die Tageselternbetreuung beitragsfrei sein“, fordert Wall. So könnte der Benachteiligung von berufstätigen Eltern im ländlichen Raum entgegengewirkt werden.