Empörendes Facebook-Posting: Laut SPÖ schießen Grundwehrdiener auf Asylanten

Ein Facebook-Posting der SPÖ Oberösterreich empört derzeit viele Nutzer in den sozialen Medien. Auf der Seite der roten Landesorganisation wurde am Donnerstagabend ein Foto veröffentlicht, auf dem ein Zitat von Parteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer zu finden ist. Der SPÖ-Politiker behauptet, dass Grundwehrdiener, wenn sie zur Grenzsicherung eingesetzt würden, auf Asylanten schießen würden.

„18-Jährige an Österreichs Grenzen zu stationieren und auf Flüchtlinge schießen zu lassen, ist keine Lösung!“, wird Entholzer auf dem Foto zitiert. Zur Illustration wurde die Nahaufnahme eines Stacheldrahts verwendet. Dieselbe Aussage machte Entholzer auch anlässlich des ORF-Sommergesprächs.

18-Jährige an Österreichs Grenzen zu stationieren und auf Flüchtlinge schießen zu lassen, ist keine Lösung sondern ein…

Posted by SPÖ Oberösterreich on Donnerstag, 20. August 2015

In den sozialen Medien sorgt diese Aussage bis auf wenige Ausnahmen für Fassungslosigkeit und Unverständnis. „Warum um Himmelswillen soll man auf Flüchtlinge schießen?“, fragt sich ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: „Welch ein Blödsinn. Kein Mensch schießt auf Flüchtlinge bei uns. Informiert euch einmal beim Bundesheer wie es abläuft, bevor ihr so einen Schwachsinn schreibt.“ Reinhard D. zieht einen historischen Vergleich: „Schießen? Wie viele wurden denn beim Assistenzeinsatz (Burgenland) zwischen 1990 und 2011 erschossen? Jetzt wird es schon lächerlich.“

Für FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner ist die Aussage Entholzers „pure Hetze“. „Das ist eine rote Harakiri-Aktion. Die Umfragewerte dürften die oberösterreichische SPÖ und Entholzer stark beuteln. Nur so ist dieser Ausrutscher zu erklären“, so Haimbuchner.