EU-Abg. Mag. Obermayr: Der 0-Euro-Praktikant als Beleg der unsozialen Sozialdemokratie

Auch bei ÖVP-Abgeordneten gibt es das Praktikum zum Nulltarif

„Für die SPD ist der gestrige Bericht der Süddeutschen Zeitung einigermaßen peinlich, wonach eine rote Staatssekretärin den motivierten Bewerber für ein Praktikum aussortiert hat, nachdem dieser nach einer möglichen Entschädigung fragte“, meint der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. „Immerhin hat die SPD, ähnlich ihren Schwesterparteien in anderen EU-Mitgliedsländern, mit der Forderung nach einer Mindestvergütung für Praktikanten vollmundig die Wahlkampftrommel bedient.“

Den Abgeordneten des Bundestags stünden monatlich über 16.000,- Euro für Mitarbeiter zur Verfügung, erläutert Obermayr. Angesichts dieses Betrages sollte man davon ausgehen können, dass die kolportierte soziale Ader der Sozialdemokraten wenigstens eine Mindestvergütung für erbrachte Leistungen möglich macht.

„Weit gefehlt!“, stellt Obermayr fest. „Aber kein bundesdeutsches Phänomen. Denn auch in Brüssel zeigt sich, dass den Abgeordneten von SPÖ und ÖVP keineswegs an fairen Abgeltungen gelegen ist, sondern reine Willkür darüber entscheidet, ob Praktikanten bezahlt werden oder nicht. In der freiheitlichen Delegation sind 1.200,- Euro im Monat selbstverständlich“, zeigt Obermayr auf, um zu schließen: „Es stünde den selbsternannten Menschenfreunden der Regierungsparteien gut zu Gesicht, ihr virtuelles soziales Gewissen nicht wortreich auf Wahlplakaten abdrucken zu lassen, sondern entsprechende Taten zu setzen, anstatt ihren Praktikanten nicht einmal den Aufwand für Anreise und Unterkunft zu vergüten.“