EU-Abg. Mag. Obermayr: EU hält Schutzmaßnahmen gegen Dumping-Stahl aus China aufrecht

Ministerrat beschließt längst fällige Fortschreibung der Schutzzölle

MEP Mag. Franz Obermayr begrüßte die wichtige Entscheidung zur Weiterführung von Handelsschutzinstrumenten gegenüber chinesischen Billigimporten, denn: „Seit geraumer Zeit weiß man, dass China in der WTO (Welthandelsorganisation) Markwirtschaftsstatus erhalten wird. China überschwemmt den europäischen Markt mit Stahl-Importen zu Dumpingpreisen und gefährdet damit auch die heimischen Produktionsstandorte. Selbst Hersteller von hochwertigen Qualitätsstahlen, wie die voestalpine Linz, sind letztlich davon massiv betroffen“, so Obermayr. Die Fortschreibung der Zölle sei deshalb „längst fällig“ gewesen, betonte der FPÖ-Mandatar.

Die niedrigen Umweltstandards und das geringe Lohnniveau ermöglichten es China, Stahl zu Dumpingpreisen zu produzieren. „Dagegen müssen wir auch in Zukunft effektive Instrumente entwickeln und einsetzen“, forderte Obermayr, „denn das letzte Wort ist international in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.“ Schließlich stünden allein am Standort Österreich in der Stahlindustrie rund 15.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.