EU-Abg. Mag. Obermayr: Gentechnik kann nie und nimmer „natürlicher Bestandteil“ von Honig sein!

Kommission setzt sich mit ihrem Vorschlag über EUGH-Urteil hinweg

„Nachdem sich der Umweltausschuss zuletzt mit knapper Mehrheit für den Vorschlag der EU-Kommission ausgesprochen hat, hoffe ich auf eine Aufhebung dieser veritablen Fehlentscheidung im heutigen Plenum“, erklärt der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr mit Bezug auf die Pläne der Kommission, Gentechnik-Pollen künftig als „natürlichen“ – und damit nicht kennzeichnungspflichtigen – Bestandteil von Honig anzuerkennen.

„Dieser Vorschlag ist aus mehreren Gründen untragbar“, betont Obermayr. „Zum einen sabotiert er die Wahlfreiheit der Verbraucher, die sonach nicht mehr unterscheiden könnten, ob sie gentechnikfreien Honig konsumieren oder mit ihrer Kaufentscheidung zu unfreiwilligen Unterstützern der Agro-Gentechnik werden. Zum anderen setzt sich die Kommission über ein unzweideutiges EUGH-Urteil vom September 2011 hinweg, in dem glasklar zum Ausdruck kommt, dass Gentechnikpollen enthaltender Honig selbstverständlich unter die Kennzeichnungsvorschriften der Verordnung 1829/2003 fällt.“

Obermayr abschließend: „Vor allem das Abstimmungsverhalten der SPÖ wird heute aufmerksam zu verfolgen sein, denn nach der Präsentation ihres 7-Punkte-Programms für Lebensmittelsicherheit und Umwelt müssten die Genossen jetzt in Brüssel das verwirklichen, was sie in den letzten Jahren grob vernachlässigt haben, nämlich die Interessen der Österreicher wahrzunehmen.“