EU-Abg. Mag. Obermayr kritisiert gestrige Elefantenrunde der sogenannten EU-“Spitzenkandidaten“

Gehe es nach dem öffentlichen Interesse, müsste Conchita Wurst Kommissionspräsident(in) werden, denn 700 Tweeds pro Minute hatte gestern die Elefantenrunde der Spitzenkandidaten – im Vergleich 42.000 zum Thema Wurst und Eurovision Song Contest. Dies sei wenig überraschend. „Die farblosen Damen und Herren Spitzenkandidaten stellten ihre angeblich unterschiedliche politische Orientierung eher durch die Farbwahl der gewählten Garderobe dar, statt durch verschiedene politische Lösungsansätze. Dem Diskussionsformat fehlte es ebenso an Feuer wie den Akteuren“, so der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Franz Obermayr. Bezeichnend sei zudem, dass gerade der ruhige Junker die ersten Kraftausdrücke des Abends verwendete. „Direktes Erwidern oder Konfrontieren war nur mittels eines „Jokers“ möglich (!).Ein seltsamer Zugang zur Debattenkultur“, wundert sich Obermayr. Wie voraussichtlich die EU, so sei auch diese Diskussionsrunde durch ihr eigenes Regelwerk erstickt worden.

Einigkeit herrsche in der Außenpolitik gegenüber Putin – mit Ausnahme des Linksaußen-Kandidaten – Einigkeit herrsche in der Sozialpolitik, einig will man gegen Lobbyismus vorgehen, gemeinsam feiern alle die Bankenunion als die größte Erfindung seit dem Buchdruck und eins seien sich alle im Verwenden der üblichen stereotypen Partei-Platitüden. „Nur in der Wirtschaftspolitik sind sich alle uneinig? Oder doch nicht: Denn gemeinsam befürworten sie eine weitere Bekämpfung der Symptome, statt sich den unangenehmeren Ursachen zuzuwenden. Kein Rezept, keine Strategie wird dem Zuschauer angeboten und somit ein Vorschuss an Vertrauen durch die Wähler einfach vorausgesetzt: „Kauft die Katze im Sack!“ könnte ihr einhelliger wirtschaftspolitischer Wahlslogan sein. Dabei wird die Wirtschaftskrise gern als abstrakte Vis Major dargestellt, welche Europa aus fernen Welten heimsucht – kaum Einsicht, dass sie im Wesentlichen auch das Ergebnis falscher EU-Politik war. EU-Politik an der diese Spitzenkandidaten maßgeblich in den letzten Jahren beteiligt waren.“, schließt der freiheitliche Europaabegordnete Mag. Franz Obermayr.