EU-Abg. Mag. Obermayr: Online-Shopping ohne Grenzen: EU-Parlament gegen Geoblocking

Durch grenzüberschreitenden Internet-Einkauf werden kleine Unternehmen gefährdet

Das EU-Parlament in Straßburg hat heute die Weichen in Richtung Online-Shopping ohne Grenzen in der Europäischen Union gestellt und neue Regeln für ein Verbot des Geoblockings (d.h. geografische Nutzungsbeschränkung von Inhalten im Internet) mehrheitlich beschlossen. Händler müssen demnach Online-Käufer aus einem anderen EU-Land genauso behandeln wie einheimische Kunden. „Was für die Konsumenten vordergründig angenehm ist, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als enorme Belastung für kleinere Unternehmen“, meinte dazu heute der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Franz Obermayr.

Der Teufel stecke wie so oft im Detail: Denn die neue Regelung lasse die administrativen Kosten für die Betreiber von Onlineshops explodieren. Gerade für die klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) werde diese Kostenexplosion zu enormen Wettbewerbsnachteilen führen. Dazu kämen Rechtsunsicherheiten, die sich durch die unterschiedlichen Gesetze in den 28 EU-Staaten ergeben.

„Ein Rückzug österreichischer KMUs aus dem grenzüberschreitenden Online-Handel ist deshalb aus heutiger Sicht nicht auszuschließen. Weniger Anbieter wiederum würden ein verringertes Angebot für die Konsumenten bedeuten und damit würde man genau das Gegenteil von der Intention, den Binnenmarkt anzukurbeln erreichen“, so Obermayr.