EU-Abg. Mag. Obermayr: Schulz und Karas tolerieren Ausbeute von jungen Menschen im EU-Parlament

Das Motto von Schulz bei Praktikanten: „Egal statt sozial“

Vor allem von sozialdemokritischer Seite hört man dieser Tage große Worte, wenn es um die sogenannte „Generation Praktikum“ geht. Dabei würden im EU-Parlament selbst (!) junge Menschen ausgebeutet, in dem sie als Billigst- oder sogar Gratisarbeitskräfte in den Abgeordnetenbüros eingesetzt würden.  „Das Gehalt eines Praktikanten liegt in der völligen Willkür des Abgeordneten. Vor über einem Jahr habe ich einen offenen Brief an Schulz geschrieben, um diesen Missstand zu beheben und ein Mindestgehalt für diese jungen, bestens ausgebildeten Menschen einzuführen. Herr Schulz antwortete mir, dass er keinen Grund zum Handeln sehe“, ärgert sich der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr über die Scheinheiligkeit der Sozialdemokraten.

Auch bei Vizepräsident Karas fand der Vorschlag keinen Zuspruch, was nicht verwunderlich sei, zumal in Studentenkreisen bekannt wäre, dass Praktikanten im Büro Karas keinen Cent, ja nicht einmal eine Abgeltung für Anreise und Unterkunft erhielten. “Für mich ist dieser Zustand untragbar, denn er führt dazu, dass Praktika im EU-Parlament nur für jene Studenten in Frage kommen, deren Eltern den Auslandsaufenthalt finanzieren können und wollen. Das ist eine ungerechtfertigte soziale Selektion. Die schwierige Lage der Jugendlichen angesichts der dramatischen Situation am Arbeitsmarkt wird beinhart ausgenutzt“, so Obermayr abschließend, der einen Appell an alle jungen Wähler richtet, am Sonntag wählen zu gehen und sich genau anzusehen, wer ihre Interessen wirklich vertritt.