EU-Abg. Mag. Obermayr: Wirtschaftliche Annäherung der Ukraine an EU wird Fass ohne Boden

Kosten für „Umkehrlieferung“ von Russengas werden noch teuer

EU-Abgeordneter Mag. Franz Obermayr kritisiert das Ukraine-Abenteuer: „Das Vorgehen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Unterstützung der Ukraine bringt für die EU kaum überschaubare Kosten mit sich.“

Nach US-amerikanischen Plänen solle der Ersatz für die bisher direkt aus Russland kommenden Erdgaslieferungen an die Ukraine hinkünftig über eine neu zu bauende Pipeline via Slowakei geliefert werden. „Die Baukosten dafür werden auf ca. 20 Millionen Euro geschätzt“, fährt Obermayr fort.

Bezahlt werde das Gas für die de facto insolvente Ukraine laut Obermayr von der EU: „Das Gas, das früher zu einem besonders billigen Preis von Russland aus direkt an die Ukraine geliefert worden ist, wird wohl in Zukunft zu einem teureren Preis und über den Umweg der EU kommen.“

Inwieweit die EU-Hilfen zur Abwendung eines drohenden Staatbankrotts der Ukraine reichen, sei ebenfalls noch völlig offen. „Vorsichtige Schätzungen gehen von rund 30 Milliarden Euro allein für kurzfristig fällige Erstmaßnahmen aus!“ Vieles spiele sich – wie Obermayr vermutet – im Konflikt der Ukraine mit Russland auch hinter den Kulissen ab, wobei die Öffentlichkeit keine Ahnung habe und auch ukrainische Oligarchen die Fäden zögen: „Die Einflussmöglichkeiten der EU in der Ukraine sind dadurch äußerst begrenzt. Es gibt eine Vielzahl von Unsicherheitsfaktoren, die sich noch negativ auswirken können.“ Neben aller Finanzspritzen für das Land sei es für die Ukraine am wichtigsten, sich selber auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen: „Und dafür bedarf es grundlegender Eigenreformen im Land!“