EU-Abg. Mag. Obermayr: Gentechnik-Kompromiss darf kein Freibrief für schleichende Kontamination unserer Ackerflächen werden!

Schnellverfahren durch EFSA soll Zulassungen erleichtern

„Der Vorschlag, gentechnikskeptischen Staaten Anbau-Verbote für gentechnisch verändertes Saatgut zu erleichtern, klingt zunächst großzügig“, meint der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. „Da aber gleichzeitig die Anbaubewilligungen in jenen EU-Mitgliedsstaaten erleichtert werden sollen, die den Gentechnikanbau zulassen wollen, besteht wahrlich kein Anlass zur Freude.“

„Es ist aus unzähligen internationalen Beispielen bekannt“, so Obermayr weiter, „dass die vielzitierte Koexistenz zwischen biologischem und konventionellem Anbau einerseits und Gentechnik-Landwirtschaft andererseits nicht funktioniert. Durch Windvertragung, Bestäubung und zahlreiche Übertragungswege mehr kreuzen die genmanipulierten Saaten weitflächig aus und verunreinigen Felder des ausgewiesenen Nichtgentechnikanbaus.“

Dazu käme, dass die Kommission GMO-Sorten künftig in einem Schnellverfahren europaweit zulassen könne. „Das Zulassungsverfahren wird über die europäische Lebensmittelagentur EFSA laufen, deren personelle Verstrickungen mit der Agroindustrie kein Geheimnis sind“, moniert Obermayr abschließend.