EU-Abg. Mag. Obermayr: Viertes EU-Eisenbahnpaket bedroht Nebenstrecken und Regionalbahnen

Gut für Branchenriesen, schlecht für österreichische Bahnkunden

„Künftig soll jeder Anbieter EU-weit Zugang zu allen nationalen Bahnnetzen bekommen. Das heißt, dass der ÖBB künftig auf den wenigen Gewinn abwerfenden Strecken EU-weiter Konkurrenz gegenüberstehen wird,  während für die weniger interessanten Nebenstrecken voraussichtlich kaum internationales Interesse bestehen wird,“ meint der Freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr anlässlich der Beschlussfassung zum 4. Bahnpakets im EU-Parlament.

„Leider wurden in diesem Entwurf wieder nur die Interessen europäischer Branchenriesen wie der  Deutsche Bahn beziehungsweise der französischen SNCF berücksichtigt.“ Vor allem Frankreich und Deutschland waren es auch, die im Vorfeld des 4. Eisenbahnpaketes intensives Lobbying betrieben hatten.

„Die Möglichkeit einer Quersubventionierung, den Bahnbetrieb auf unlukrativen Strecken mit den Einnahmen der gewinnträchtigen Strecken zu finanzieren, gehe somit gegen Null. Weitere Stilllegungen von Nebenbahnstrecken sind damit nur mehr eine Frage der Zeit“, so Obermayr weiter. „Was beim ersten Hinhören vielleicht noch gut klingt – mehr Wettbewerb im Bahnverkehr – wird sich für die heimischen Bahnkunden noch als großer Nachteil herausstellen“, gibt sich Obermayr überzeugt.