Fastenbrechen statt Muttertag im Linzer Kindergarten

Nachdem vor einiger Zeit bekannt wurde, dass der Kindergarten in der Linzer Breitwieserstraße ohne Genehmigung und ohne Rücksprache mit den Eltern Hausbesuche bei türkischen Familien abhält, deckte die FPÖ Linz nun einen weiteren Fall von kultureller Ungleichbehandlung auf.

Während die Hausbesuche bei türkischen Familien seinerzeit vom Linzer Magistrat noch mit der „Förderung der Sprachkenntnisse“ der Kinder begründet wurden, sollen jetzt traditionelle Feste gestrichen werden. So wurde der Muttertag im Kindergarten in der Garnisonsstraße aus dem Veranstaltungskalender gestrichen, das muslimische Fastenbrechen nach dem Fastenmonat Ramadan fand aber sehr wohl Aufnahme in den Kalender der städtischen Betreuungseinrichtung.

Die Linzer Freiheitlichen befürchtet eine Aushöhlung der heimischen Kultur und der Traditionen und lehnt diesen einseitigen Weg der Kulturvermittlung ab: „Die Kinder von Zuwanderern sollten in erster Linie ihre neue Heimat Österreich kennenlernen. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache sollen ihnen auch unsere Traditionen und Bräuche vermittelt werden.“ Wie auch bei den Hausbesuchen zeigen die Eltern der Kinder in der Garnisonsstraße wenig Verständnis für die fragwürdige Art der Kulturvermittlung.