Fehlende Millionen im Familien-Geldbörsel

Jedes Jahr schenken Familien dem Finanzminister mehrere Millionen Euro. Grund: Unfreiwillig verzichten sie – durch Fehler bei der Arbeitnehmerveranlagung – auf Gelder aus Kinderabsetz- und Kinderfreibeträgen. FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller fordert daher von Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) eine bessere Informationspolitik. Auch sollen ihrer Ansicht nach die Formulare einfacher gestaltet werden, um den Familien den Zugang zu den ihnen zustehenden Geldern zu erleichtern.

Seit über fünf Jahren können Eltern die Kosten für die Kinderbetreuung als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Zudem wurde ein Kinderfreibetrag von jährlich 220 Euro pro Kind geschaffen. Laut Medienberichten dürften die dafür vorgesehenen Mittel bei weitem nicht ausgeschöpft worden sein. Im Jahr 2010 haben sich die Steuerzahler gerade einmal 113 Millionen Euro aus diesem Titel zurückgeholt. Allein in Tirol bleiben jährlich 22 Millionen Euro liegen, weil die Arbeitnehmerveranlagung nicht richtig ausgefüllt ist und die Familien um die ihnen zustehenden Kinderabsetz- und Kinderfreibeträge umfallen.

„Das Leben für die Familien wird immer teurer. Und der Finanzminister schaut zu, wie die Familien wegen komplizierter bürokratischer Erfordernisse bei der Arbeitnehmerveranlagung auf dringend benötigtes Geld verzichten müssen. Das kann es wohl nicht sein!“, ärgert sich Kitzmüller.