Feiertag bringt den Familien nichts

Aufhorchen lies kürzlich Familienministerin Sophie Karmasin mit ihrer Forderung nach einem gesetzlichen Feiertag für Familien. Geht es nach der ÖVP-Politikerin, sollte dafür der „Tag der Arbeit“ am 1. Mai aufgegeben werden. „Ein eigener Feiertag bringt den Familien nichts“, lautet die klare Antwort von FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner. Und für FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller ist „dieser Plan scheinheilig und zynisch. Der ‚Tag der Arbeit‘ ist für zehntausende Familien bereits der Tag der Arbeitslosigkeit, die sie in ihrer Existenz bedroht und an die Armutsgrenze drängt.“

Die Bundesregierung und die ehemalige Familienpartei ÖVP vertrete schon längst nicht mehr die Interessen von Eltern und Kindern. „Statt diesem verspäteten Aprilscherz wäre eine Abgeltung der Inflation bei den Familienleistungen längst fällig“, fordert Haimbuchner von der ÖVP, Maßnahmen zu setzen, um die kalte Progression einzudämmen. „Den Familien muss wieder mehr Netto vom Brutto bleiben. Dazu bedarf es Mut zu einer Steuerreform. Die Familien brauchen 365 Tage im Jahr mehr Geld in der Börse und nicht einen zusätzlichen Feiertag. Das würde den Familien mehr als jede Feiertagsdebatte bringen“, so der oberösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann. Es bringe nichts, diverse Gruppen – wie hier Arbeitnehmer gegen Familien – aufzurechnen.

„Wenn Karmasin die automatische jährliche Valorisierung der Familienbeihilfe umsetzen und nicht jede Steuerbelastung mittragen würde, hätten die Familien wirklich etwas zu feiern“, verweist Kitzmüller darauf, dass die Familien von ständigen Teuerungen, Steuererhöhungen, immer neuer und höheren Gebühren und Abgaben belastet werden. „Die kürzlich beschlossene Erhöhung der Familienbeihilfe ist maximal ein Placebo. Nicht einmal ansatzweise wird damit der Werteverlust durch die jahrelange Nicht-Anpassung ausgeglichen. Diese Erhöhung wird allein durch das KFZ-Steuerpaket ‚aufgefressen‘. Unsere Familien brauchen keine Showeinlagen, sondern echte Familienpolitik. Da heißt es aber leider weiter: bitte warten.“