FPÖ mistet roten Privilegienstadl in Wels aus

Ein interner Bericht aus dem Welser Magistrat sorgt für Aufregung: Mehr als 80.000 Euro soll der Chauffeur des ehemaligen Bürgermeisters Peter Koits (SPÖ) jährlich verdient haben. Auf diese hohe Summe kam der Mann durch unzählige Zulagen, darunter auch eine wegen Schmutz. So wurden aus einem Grundgehalt von monatlich 2.400 Euro am Ende mehr als 7.000 Euro. Auch die Anzahl der Überstunden erstaunt. Allein im Oktober 2015 waren es 128 Mehrstunden, also mehr als 30 Stunden pro Woche.

Der ehemalige Bürgermeister-Fahrer wurde mittlerweile zum städtischen Fuhrparkmanagement versetzt – als Lkw-Fahrer.

FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl hatte vor der Wahl angekündigt, Dienstautos einsparen zu wollen. „Es ist jedem Stadtsenatsmitglied zumutbar, Termine in Wels ohne Dienstwagen und Chauffeur zu absolvieren“, begründete Rabl sein Vorhaben. Diese Ankündigung wurde inzwischen wahrgemacht. „Ein Mercedes und ein Passat wurden zum Verkauf ausgeschrieben“, sagt Rabl.

Aber auch im Bürgermeisterbüro von SPÖ-Vorgänger Peter Koits gab es gutes Geld für die Mitarbeiter. Keine der Sekretärinnen soll weniger als 4.000 Euro brutto im Monat verdient haben. „Diese Privilegien müssen beseitigt werden“, fordert Rabl, der mehr Kostenbewusstsein im Magistrat erreichen will.