FPÖ stemmt sich gegen Arbeitsmarktöffnung für Asylwerber

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) steht laut jüngsten Medienberichten einem sofortigen Arbeitsrecht für Asylwerber positiv gegenüber. Nachdem er bis gestern noch kategorisch ausschloss, dass eine Arbeitsmarktöffnung vor dem Abschluss des Asylverfahrens in Frage käme, sorgte eine Äußerung des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker für ein rasches Umdenken. Ihm sei wichtig, „dass Asylwerber nicht zu Hause sitzen müssen“, erklärte Hundstorfer.

Daten des AMS zeigen, dass mit den Asylwerbern nicht, wie von vielen Seiten behauptet, die benötigten Fachkräfte nach Österreich kommen. Im Gegenteil: Gut zwei Drittel der syrischen Asylwerber haben lediglich eine Pflichtschulbildung und nur sieben Prozent sind Akademiker. Bei den afghanischen Asylwerbern haben demnach sogar mehr als 90 Prozent nur eine Pflichtschulbildung. In Deutschland rechnet man mit Kosten von rund 10.000 Euro für die Integration eines Asylwerber in den Arbeitsmarkt, inklusive der Kosten für Sprachkurse und Ausbildung.

FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner übt daher Kritik an den Plänen des roten Ministers: „Hundstorfer nimmt wieder einmal in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den EU-Institutionen die falsche Abzweigung. Der österreichische Arbeitsmarkt kann auch vor dem Hintergrund der bereits vorhandenen Rekordarbeitlosigkeit in den nächsten Monaten nicht zusätzlich zehntausende Asylwerber mit Arbeitserlaubnis verkraften.“

Hauptaugenmerk müsse auf der Ankurbelung der Wirtschaft liegen, fordert Haimbuchner, „denn nur so können wir die Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung sichern und neue Arbeitsplätze schaffen. Die Angst vor einem drohenden Arbeitsplatzverlust ist ein wichtiges Thema für die Menschen in unserem Land“, spricht sich Haimbuchner zum wiederholten Male dafür aus, endlich wirksame Maßnahmen umzusetzen, um den Konjunkturmotor zu starten.