Freiheitliche Arbeitnehmer: Wahlbeteiligung zur AK-Wahl war teuer für die Zwangsmitglieder

Pühringer dankt Wählern für Treue 

42,15 Prozent der Wahlberechtigen nahmen von ihrem Stimmrecht Gebrauch und wählten bei der Arbeiterkammerwahl. Für den Spitzenkandidaten der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), AK-Vorstand Manfred Pühringer, „ist das Halten der Wahlbeteiligung trotzdem kein Grund zum Jubeln, wenn man bedenkt welche Summen an Zwangsmitgliedsbeiträgen für die Werbung hier verbraucht wurden.“ Zudem sei angesichts der extra eingerichteten Wahllokale in Einkaufszentren in Pasching, Wels, Gmunden und Vöcklabruck sowie am Linzer Bahnhof und im Zentrum Migrare dieses teure Angebot kaum angenommen worden. „Laut uns vorliegenden Berichten gaben trotz enormen Aufwand und Kosten lediglich 2.400 der insgesamt 215.703 Wähler ihre Stimmen dort ab. Ein Luxus auf Kosten der Mitglieder, der überdacht werden muss.“  *****

„Es freut mich, dass wir trotz geringerer Mittel – die FSG investierte mehr als offensichtlich viel Geld in den Wahlkampf – unser Ergebnis bis auf ein leichtes Minus von 0,07 % halten konnten. Mein Dank gilt den Wählerinnen und Wählern, die den Freiheitlichen Arbeitnehmer erneut ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Wir werden unsere erfolgreiche Arbeitnehmerpolitik in der Arbeiterkammer weiterführen und unsere Kontrollfunktion wahrnehmen“, so Pühringer in einer ersten Stellungnahme. „Die Freiheitlichen Arbeitnehmer behalten sich noch vor, ob wir Präsident Kalliauer unser Vertrauen aussprechen oder ihn nicht wählen werden“, so der freiheitliche AK-Vorstand.

Pühringer zeigte abschließend auf, dass der ÖABB durch ihre missglückte Pendlerkampagne die Rechnung vom Wähler präsentiert bekommen hat. „Speziell im Mühlviertel trat der selbst ernannte ‚Pendlersprecher‘ Michael Hammer gemeinsam mit AK-Kandidaten Helmut Feilmair gegen Parkgebühren am Linzer Urfahrmarkt ein. Das stand im krassen Widerspruch zur Haltung der Linzer ÖVP, die nicht nur Entgelte einheben, sondern die Parkplätze zur Gänze streichen will.“ Die Menschen haben dieser fadenscheinigen Linie eine klare Absage erteilt. „Es wäre besser gewesen, hätte die schwarze Fraktion derart viel Elan und Energie in der Diskussion aufgebracht, um die Missstände in der AK – etwa unlautere Werbung und Geldverschwendung – aufzuzeigen.“ (schluss) bt