Freiheitliche Bauernschaft: Vermögenssteuer bedroht Landwirte

Bäuerliches Produktionskapital Grundfläche darf nicht besteuert werden

Heftige Kritik an der viel diskutierten Vermögenssteuer übt der Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft (FB) Oberösterreich, Landwirtschaftskammerrat Ing. Franz Graf. „Den landwirtschaftlichen Betrieben droht eine massive Mehrbelastung. Immerhin besteht bäuerliches Vermögen meist aus landwirtschaftlich genutztem Grund und Boden. Bereits jetzt kämpfen viele kleine Agrarbetriebe ums Überleben. Nur wer eine entsprechende Grundfläche für die landwirtschaftliche Arbeit hat, kann einigermaßen einen ausreichenden Ertrag erwirtschaften. Kommt die Vermögenssteuer, droht den heimischen Landwirten, dass das wichtigste Produktionskapital besteuert wird. Die Freiheitlichen Bauern lehnen eine Vermögenssteuer generell ab. Grund und Boden der Landwirte muss ebenso außer Diskussion stehen wie gewerbliches Betriebsvermögen.“ ****

„Sollten sich aber die ums Überleben rudernden Altparteien bei der Suche nach Schließmöglichkeiten der offenen Budgetlöcher wirklich darauf einig werden, dass eine Vermögenssteuer eingeführt wird, muss es eine klare Ausnahmeregel für die Bauern geben. Ansonsten droht ein hausgemachtes Landwirtesterben“, verweist Graf darauf, dass ein entsprechender Antrag in der letzten Sitzung der Landwirtschaftskammer von allen Fraktionen angenommen wurde.