Freiheitlicher Familienverband – FFV: Steuerreform muss vor allem Familien entlasten

Wirtschaftsschub nur über mehr Geld für Familien möglich

„In der Debatte um eine Steuerreform muss es neben einer allgemeinen Absenkung der Abgabenquote – das betrifft die Absenkung des Einstiegssteuersatzes, den Ausgleich der kalten Progression, eine Reform und Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger, die Verringerung der Lohnnebenkosten und vieles mehr – vor allem zu einer Entlastung der heimischen Familien kommen“, so FFV-Obfrau und FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller. Schon vor 10 Jahren habe eine Studie des WIFO festgestellt, dass Kinder den Wohlstand massiv verringern. In Anbetracht dramatisch niedriger Geburtenraten bei der einheimischen Bevölkerung müsse hier nach 10 Jahren der Untätigkeit endlich gegengesteuert werden.

„Gegenüber Kinderlosen sind Familien massiv benachteiligt. Während kinderlose Haushalte eine Sparquote von 6% aufweisen, also nur 94% für Konsum ausgeben, liegt die Sparquote bei Familien bei fast nicht mehr messbaren 1%. Familien müssen also nahezu das gesamte Haushaltseinkommen für den täglichen Konsum aufbringen, ohne freilich an den Lebensstandard von kinderlosen Haushalten heranzukommen. Der Lebensstandard von Kinderlosen liegt nämlich, trotzdem diese sechsmal mehr sparen und zur Seite legen können als Familien, um mehr als ein Drittel höher, als der Lebensstandard von Familien, vergleichbarer Einkommensstruktur“, erklärt Mag. Gerfried Nachtmann, geschäftsführender Obmann des FFV.

„Hinzu kommt, dass es die Kinder der heutigen Familien sind, die später die durchschnittlich höheren Pensionen von kinderlosen Personen durch ihre Pensionsbeiträge zu finanzieren haben. Es geht um die längst überfällige Herstellung von Gerechtigkeit. Alle möglichen Gruppen und Grüppchen fühlen sich heute diskriminiert, die größte Gruppe von Menschen in unserem Land, nämlich die Familien leiden jedoch am meisten unter einer diskriminierenden, familienfeindlichen Politik. Wenn eine Steuerreform auch einen Wirtschaftsschub bewirken soll und über neue Arbeitsplätze und die Erhöhung der Inlandsnachfrage indirekt auch die Steuereinnahmen erhöht werden sollen, dann sind die Familien zu allererst zu entlasten“, so Nachtmann.

Es mache absolut keinen Sinn, die ohnehin hohen Sparquoten bei kinderlosen Haushalten durch mehr Netto vom Brutto zu erhöhen. Hingegen würde jeder Cent, der den Familien mehr in der Tasche bleibt, umgehend in Konsum gesteckt und würde damit die Wirtschaft stärken. Darüber hinaus wäre damit auch endlich ein gewisser Anreiz verbunden, sich vielleicht doch für ein oder mehrere Kinder zu entscheiden, betonen Kitzmüller und Nachtmann. Die Entlastung der Familien habe allerdings direkt im Steuersystem zu erfolgen und nicht den, durch familienfremde Leistungen ausgehungerten Familienlastenausgleichsfonds zu belasten.