Griechenland-Pleite: Österreich hat genug gezahlt!

Insgesamt 11 Milliarden Euro hat Österreich mittlerweile für die Griechenland-Rettung gezahlt. Noch nie wurde der österreichische Steuerzahler befragt, ob er sein hart verdientes Geld zur Rettung von internationalen Großbanken, superreichen Griechen und einem teilweise korrupten und ineffizienten griechischen Beamtenapparat verwendet werden soll. Die über 300 Milliarden Euro, die die EU bisher insgesamt nach Griechenland transferiert hat, sind nicht bei der griechischen Bevölkerung angekommen.

Kolumne „Ohne Maulkorb“

Ohne dringend notwendige Reformen und ein Ausscheiden der Griechen aus der Währungsunion wird die griechische Tragödie nur unnötig verlängert und belastet die Steuerzahler der EU-Nettozahlerländer noch mehr. Inzwischen werden überall in Europa die Rufe nach einem Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone lauter. Was vermutlich nicht zu einem Untergang des Abendlandes führen wird, wie uns diverse EU-hörige Politiker immer wieder vorbeten. Natürlich bedeutet dies einen schweren Imageverlust für das politische Projekt der EU, den die Eurokraten unter allen Umständen vermeiden wollen. Denn würden die Griechen aus dem Euro ausscheiden, so könnten dies weitere Staaten als Präzedenzfall sehen und ebenfalls ausscheiden. In Spanien etwa wird diese Option bereits hinter vorgehaltener Hand diskutiert.

Griechenland hat sich mit Hilfe von Bilanzfälschungen durch zwei internationale Großbanken im Jahr 2000 in die Währungsunion hineingeschwindelt. Es erfüllte bereits damals nicht die Stabilitätsbedingungen für den Euro. Als der Betrug 2004 aufkam, gab es jedoch keinerlei Konsequenzen. Kein Vertreter der österreichischen Steuerzahler kann es daher heute noch verantworten, noch mehr Geld nach Griechenland zu pumpen.