Grünen-Aktivist beschimpft Österreich als „mieses Stück Scheiße“

Der Wahlerfolg des freiheitlichen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer lässt derzeit die Wogen hochgehen. Besonders in den sozialen Medien schmeißen manche Nutzer die Nerven weg. Der Tiroler SPÖ-Landesvorsitzende Ingo Mayr schrieb auf Facebook, dass er bei der Stichwahl am 22. Mai „Nazis“ nicht unterstützen werde. Die Grünen und Alternativen Studenten (GRAS) bezeichneten Österreich am Montag aufgrund des Wahlergebnisses und der Verschärfung des Asylrechts als „mieses Stück“. Der inzwischen gelöschte Eintrag ist offenbar an den linksextremistischen Sager „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ angelehnt.

Am Dienstag legte der Linzer Grünen-Aktivist Georg H. nach. „Österreich du mieses Stück Scheiße“, postete er auf Facebook als Schlusssatz seiner Abhandlung über die heimische Flüchtlingspolitik.

Das Posting im Originalwortlaut (es wurde mittlerweile gelöscht):

„Österreich ist in der Flüchtlingsfrage tatsächlich ein Schurkenstaat. Wir haben bereits vielen Menschen geholfen, jedoch ist unsere Regierung für das Leid an den geschlossenen Grenzen mitverantwortlich. Das sind Fakten, keine subjektive Meinung. In diesem Sinne – Österreich du mieses Stück Scheiße!“

Schockiert über diese Äußerung zeigt sich der Linzer FPÖ-Bundesrat Michael Raml: „Alexander Van der Bellen plakatiert Heimat, während seine Parteifreunde dieses Land offen hassen. Ich fordere eine unmissverständliche Distanzierung der Grünen von der Aussage ihres Mitstreiters. Andernfalls sollen sie auf jegliche staatlichen Fördermittel, die sie jährlich bekommen, verzichten. Wer wird denn Geld von einem Staat nehmen, den er hasst?“

Raml erinnert in diesem Zusammenhang an frühere Plakataktion der Jungen Grünen mit bedenklichen Sprüchen wie „Nimm dein Flaggerl für dein Gaggerl“ oder „Wer Österreich liebt muss scheiße sein“. Bis dato gab es dazu keine klare Distanzierung der grünen Parteiführung.