Haimbuchner will religiöse Radikalisierung eindämmen

Die Zahl der radikalen Muslime in Österreich nimmt laut Verfassungsschutz zu. Auch aus Oberösterreich sind bereits Islamisten nach Syrien und in den Irak gezogen. Rekrutiert wurden die vorwiegend jungen Menschen über soziale Medien, aber auch in Gebetshäusern und bei Koranverteilungsaktionen.

FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner will nun alles daran setzen, die religiöse Radikalisierung einzudämmen. „Jene Kräfte, die vor allem Jugendliche dazu verleiten, in den Dschihad zu ziehen, müssen bestraft werden“, fordert Haimbuchner. Er will auch die Hintermänner der Gotteskrieger stoppen, denn diese hätten hierzulande „Unterstützer, Finanziers und eine nicht zu unterschätzende Zahl an Sympathisanten“. Derzeit würden nach Ansicht der FPÖ allerdings die gesetzlichen Möglichkeiten fehlen, um den besorgniserregenden Entwicklungen tatsächlich wirksam entgegenwirken zu können.

Problematisch sind für Haimbuchner auch die Heimkehrer. Mehr als 130 Männer und ein Dutzend Frauen aus Österreich sollen derzeit Seite an Seite mit islamistischen Gruppierungen kämpfen. Wenn die Extremisten aus den Krisenregionen zurückkehren, könnten sie in ihren sozialen Milieus als Helden angesehen werden und damit eine verheerende Vorbildwirkung für junge Migranten einnehmen. Aber auch terroristische Anschläge sind nicht ausgeschlossen. „Diese Heimkehrer stellen eine Gefahr für die Sicherheit unserer Gesellschaft dar“, so Haimbuchner. „Wer sich freiwillig den IS-Truppen anschließt, dessen Ziele unterstützt oder islamistische Propaganda verbreitet, darf weder mit Toleranz noch Rücksichtnahme rechnen“, stellt der oberösterreichische FPÖ-Chef unmissverständlich fest.