Hunderte Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in Asylunterkünften

In Flüchtlingsunterkünften werden Christen und Jesiden zunehmend Opfer von gewalttätigen Übergriffen durch Muslime. Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ hat alleine in Deutschland 743 Fälle von Diskriminierung dokumentiert. In österreichischen Flüchtlingsheimen sei die Situation laut „Open Doors“ vergleichbar, wobei das Problem kaum wahrgenommen werde.

Mehr als die Hälfte der Befragten berichteten von Körperverletzungen, 314 von Todesdrohungen gegen sie selbst oder ihre Familien. Viele berichteten von sexuellen Übergriffen, Beleidigungen und psychisch belastender Abwertung. In mehr als 600 Fällen seien muslimische Flüchtlinge die Täter gewesen, in rund 200 Fällen Angehörige des meist muslimischen Wachpersonals. Aus Angst vor Racheakten haben sich nur wenige der Polizei anvertraut.

Laut Einschätzung von „Open Doors“-Direktor Markus Rode handelt es sich bei den aufgezeigten Fällen „nach wie vor nur um die Spitze des Eisbergs“. Man gehe von einer „enormen nicht dokumentierten Dunkelziffer“ aus. Er fordert „Schutzmaßnahmen“ für Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten. Die Kernforderungen: eine dezentrale Unterbringung der Opfer von Diskriminierung und mehr nicht muslimisches Wachpersonal in den Flüchtlingsunterkünften. Wenn eine dezentrale Unterbringung nicht möglich sei, müssten Minderheiten zusammengelegt werden, damit ihr Verhältnis im Vergleich zu Muslimen „in etwa gleich ist“.

FPÖ: Täter in letzter Konsequenz abschieben

FPÖ-Bundesrat Michael Raml spricht sich angesichts der alarmierenden Zahlen ebenfalls für den Schutz von Minderheiten in Asylunterkünften aus: „Ich fordere als gläubiger Katholik mit Nachdruck die ‚christliche‘ Volkspartei auf, diese Christen vor Übergriffen in unserem Land zu schützen. Das für die Betreuung von Flüchtlingen zuständige Innenministerium ist gefordert.“ In letzter Konsequenz seien für ihn auch Abschiebungen denkbar. „Wer einerseits vorgibt Schutz zu suchen, gleichzeitig aber andere Flüchtlinge wegen ihres Glaubens schikaniert, hat in Wahrheit sein eigenes Schutzrecht verwirkt“, so Raml.