Immer mehr Armut in Oberösterreich

Immer mehr Menschen in Oberösterreich wissen nicht mehr, wie sie den Alltag finanziell bewältigen sollen und können kaum noch die Lebenshaltungskosten tragen. Dies macht auch der Anstieg der Hilfesuchenden bei den Sozialberatungsstellen deutlich: Insgesamt suchten 32.563 Menschen im Vorjahr Beratung zu Fragen des Pflegegeldes oder zur Altenbetreuung. Das bedeutet einen Anstieg um 4,42 Prozent im Jahresvergleich, ein Plus von 30,3 Prozent seit 2007. Bei sechs von zehn Klienten handelt es sich um Pensionisten.

Schnelle und effektive Hilfe bei der Bedrohung durch Armut – vor allem bei älteren Menschen – ist notwendig. Dazu wäre aber eine sinnvollere Verwendung der Steuergelder in Österreich notwendig. „Wir brauchen treffsichere Sozialleistungen, das derzeitige Gießkannenprinzip bringt die Menschen an den Rand der Armut“, fordert FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner.

Sozial- und Familienleistungen solle es vorrangig für österreichische Staatsbürger geben. „Immerhin ist klar belegt, dass die Zuwanderung in unser Sozialsystem zunimmt“, nennt der freiheitliche Landeschef konkrete Zahlen: Von über 12.000 Mindestsicherungsbeziehern sind mehr als 4.000 Ausländer.