Innenminister erwartet für 2016 Anstieg der Straftaten von Asylwerbern

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Der Zustrom von Asylwerbern nach Österreich sorgt für mehr Kriminalität. Im Innenausschuss des Nationalrats hat Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Dienstag eingestanden, dass er mit einem deutlichen Anstieg der Straftaten von Asylwerbern im heurigen Jahr rechnet. Damit räumt ein ranghoher Regierungspolitiker erstmals mit dem in linken Kreisen oft verbreiteten Märchen auf, dass sich die vielen Asylwerber nicht auf Kriminalitätsrate auswirken würden.

Laut Sobotka zeigen aktuelle Daten von 2016, dass die Zahl der Asylwerber unter den ermittelten Tatverdächtigen steigt. Demnach wurden bisher 17.869 tatverdächtige Asylwerber ausgeforscht, was einem Anteil von 8,4 Prozent an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen beziehungsweise einem Anteil von 21 Prozent an den ausländischen Tatverdächtigen entspricht. 2012 sei die letztgenannte Quote noch bei 10 Prozent gelegen.

Für 2015 werden im Sicherheitsbericht 14.458 tatverdächtige Asylwerber beziehungsweise eine Quote von 15,5 Prozent an den fremden Tatverdächtigen ausgewiesen. Besonders auffällig ist Sobotka zufolge die hohe Zahl der Suchtmitteldelikte von Asylwerbern aus den Maghreb-Staaten und insgesamt vom afrikanischen Kontinent.

„Angst, Misstrauen und Kriminalität dürfen unsere Heimat nicht beherrschen. Das Ziel unseres Staates muss sein, der Bevölkerung ein sicheres Umfeld zu schaffen. Es ist an der Zeit, dass auch die Bundesregierung erkennt, dass man bei diversen Problemen und Ursachen nicht mehr wegsehen kann“, sagt Oberösterreichs FPÖ-Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek.