Jeder dritte Tatverdächtige ist Ausländer

Alarmierende Zahlen zur Fremdenkriminalität gehen aus einer aktuellen parlamentarischen Anfrage der Freiheitlichen an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hervor: Von den insgesamt 255.815 ermittelten Tatverdächtigen nach einer begangenen Straftat im Jahr 2014 waren exakt 89.594 Ausländer – also rund 35 Prozent. Tatverdächtige mit österreichischer Staatsbürgerschaft und einem Migrationshintergrund wurden in den Zahlen nicht gesondert erfasst.

Die meisten ermittelten ausländischen Tatverdächtigen waren Rumänen (10.269), gefolgt von Deutschen (9.250) und Serben (9.065). Den vierten Platz belegten Staatsangehörige aus der Türkei (7.217). Unter den Asylwerbern, die 2014 mit 10.416 Menschen die viertgrößte Gruppe an ausländischen Tatverdächtigen stellten, führten Afghanen (1.688), Angehörige der Russischen Föderation (1.470) und Algerier (1.382) die Spitze der Statistik an.

„Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, zeigt sich der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner angesichts der veröffentlichten Zahlen schockiert. „Sie lassen die offizielle Kriminalitätsentwicklung in einem völlig anderen Licht erscheinen, denn das Innenministerium verschweigt zumeist – aus gutem Grund – die Herkunft der Täter und ihren Aufenthaltsstatus“, so Steinkellner.

Die Freiheitlichen erneuern jetzt ihre Forderung nach einem umfangreichen Maßnahmenpaket gegen die Kriminalität: „Das geht von einer Wiedereinführung der Grenzkontrollen, einer personellen Verstärkung der Exekutive bis hin zur Ausweisung von straffällig gewordenen Ausländern“, erläutert Steinkellner.

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