Jeder vierte Schüler spricht im Alltag nicht Deutsch

Jeder vierte Schüler spricht im Alltag nicht Deutsch, weil es nicht seine Muttersprache ist. Noch vor zehn Jahren lag dieser Anteil bei 15,6 Prozent. In Wien spricht mittlerweile sogar schon jeder zweite Schüler eine fremde Sprache im Alltag – vorwiegend Türkisch. Schüler mit arabischer Umgangssprache verzeichnen den höchsten Zuwachs. Die Zahlen stammen aus einer Studie der „Medien-Servicestelle Neue ÖsterreicherInnen“. Für die FPÖ ist diese Entwicklung ein klarer Beleg für die Notwendigkeit der Schulsprache Deutsch.

Vor allem in den Pflichtschulen ist die Anzahl der Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache in den letzten Jahren rasant gestiegen. So verzeichnet die neue Mittelschule in diesem Bereich einen Anstieg um fast 130 Prozent. Eine Entwicklung, die der freiheitliche Klubobmann Herwig Mahr dem jahrelangen Stillstand im Bildungsministerium zuschreibt. „Eingreifende Maßnahmen sind längst überfällig. Der Umsetzung steht bloß der politische Wille des roten Bildungsministeriums entgegen“, so Mahr.

Auch Oberösterreichs Landesschulrat Fritz Enzenhofer hat nun die Notwendigkeit der Verwendung der deutschen Sprache im schulischen Umfeld erkannt. „Dort, wo sich die Kinder und Jugendlichen im Umfeld der Schule kommunikativ bewegen, müssen wir darauf achten, dass sie die Unterrichtssprache Deutsch verwenden“, sagt Enzenhofer in den „Oberösterreichischen Nachrichten“.

Die Umsetzbarkeit der Schulsprache Deutsch sehen die Freiheitlichen durch ein Rechtsgutachten zweier Innsbrucker Verfassungsrechtler gedeckt. Darin heißt es, dass die deutsche Sprache im Bundesverfassungsgesetz als „Staatssprache der Republik“ festgelegt sei. Die „verfassungsrechtlichen Bildungs- und Entwicklungsziele“ der österreichischen Schulen beruhen auf einer gelungenen Integration fremdsprachiger Schüler in die deutschsprachige Gesellschaft, Wirtschafts- und Sozialordnung. „Im Zuge dessen kann die Anordnung der deutschen Schulsprache als integrierender Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der österreichischen Schulen für fremdsprachige Schüler verstanden werden.“