Kein Fördergeld für Flüchtlings-Wohnraum

In Oberösterreich warten derzeit 12.600 Flüchtlinge auf ihren Asylbescheid. Geht man davon aus, dass die Anerkennungsquoten so bleiben wie bisher, wird demnächst Wohnraum für 9.500 Menschen benötigt.

In Niederösterreich hat der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (ÖVP) ein Sonder-Wohnbauprogramm für anerkannte Flüchtlinge vorgestellt. Für 3.200 Menschen sollen insgesamt 100 identische Wohnhäuser mit jeweils acht Wohnungen und einer Monatsmiete von 250 Euro errichtet werden. Die Gebäude sollen ohne Keller und auf von Gemeinden zur Verfügung gestellten Grundstücken gebaut werden. Damit kein Wohnzuschuss nötig ist, will Sobotka den Anspruch auf diese Wohnungen für Familien mit Kindern sowie einem Monatsnetto unter 2.800 Euro begrenzen.

In Oberösterreich sieht der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) keine Veranlassung zu einem solchen Programm: „Die Flüchtlings-Herausforderung liegt nicht im Wohnbau. Sie besteht an der Grenze!“ Haimbuchner will den Zugang zu Wohnungen sogar noch erschweren. Wohnungen sollen nur mehr bei Deutschkenntnissen und Integrationswillen zugeteilt werden.