Kinderbetreuung: Gratis-Tageseltern als Alternative

Wohin mit den Kindern am Nachmittag, wohin mit den Kindern, wenn der Kindergarten geschlossen hat. Viele Familien stehen vor dem Problem, wie die Kinderbetreuung an solchen Tagen gelöst werden kann. FPÖ-Familiensprecherin und Landtagsabgeordnete Ulrike Wall will eine alternative Kinderbetreuung am Nachmittag. Konkret sollen Tageseltern diese Aufgabe übernehmen. „Diese Variante muss beitragsfrei sein. Auf Elternbeiträge für Tageseltern soll verzichtet werden, wenn sie als Alternative zum nicht geöffneten Kindergarten vor allem an Nachmittagen oder Sperrtagen herangezogen werden“, spricht sich Wall dafür aus, die Benachteiligung von Familien im ländlichen Raum zu beenden.

Denn vor allem am Land sei das Problem der Schließtage vakant. Oftmals sind beide Elternteile berufstätig, auch Alleinerzieher stehen vor dem Problem. Nicht immer sind Verwandte oder Freunde greifbar, um die Kinderbetreuung an solchen Tagen zu übernehmen. Tageseltern dürfen bei sich zu Hause, aber auch extern bis zu fünf Kinder betreuen. Gemeinden können diese beauftragen, im Kindergarten die Nachmittagsbetreuung zu übernehmen. Die Kosten dafür müssen die Eltern selbst übernehmen. In kleinen Gemeinden ergibt das für Familien höhere Kinderbetreuungskosten als in der Stadt, denn dort ist der Gratiskindergarten vorwiegend ganztägig geöffnet.

Die von der zuständigen ÖVP-Landesrätin Doris Hummer veröffentlichten gestaffelten Elternbeiträge lehnt Wall ab: „Wir müssen die Benachteiligung von Eltern im ländlichen Raum rasch abstellen.“