Klubobmann Ing. Mahr fordert: Gemeinsam den Arbeitsmarkt in den Griff bekommen

FPÖ fordert Richtungsänderung im Asyl- und Integrationsbereich – Schluss mit der Zahlenmanipulation 

„Flüchtlinge kurbeln weder unsere Wirtschaft an, noch lösen sie das Facharbeiterproblem. Das sehen wohl immer mehr ein“, stellt Klubobmann Herwig Mahr anlässlich eines aktuellen Interviews mit AMS-Chef Dr. Johannes Kopf fest. „Unser Arbeitsmarkt hätte die Geflüchteten nicht gebraucht“, zitiert Mahr die AMS-Spitze.

Auch die EU sieht die Sache zunehmend kritisch. Während die Arbeitslosenrate in der Eurozone zurückgehen wird, prognostiziert die EU-Kommission für Österreich in den kommenden Jahren das Gegenteil. Ein Hauptgrund sei die merklich steigende Zahl von Asylwerbern. „Da muss rasch eingegriffen werden. Letztes Jahr gab es in Österreich bereits mehr als 40 Prozent mehr arbeitslose Asylberechtigte als 2015″, nennt Mahr aktuelle AMS-Zahlen.

Hierzulande sieht man die Sache offensichtlich anders. Vor gut einem Jahr zeigte sich die damalige AMS OÖ-Chefin, heutige SPÖ-Landesrätin Gerstorfer zuversichtlich. Sie hob hervor, dass jeder dritte Asylberechtigte aus 2015 direkt eine Beschäftigung gefunden hat.

„Der AMS-Chef widerspricht allerdings seiner ehemaligen Landeschefin“, weist Klubobmann Mahr auf ein aktuelles Interview hin. Kopf meint, dass nur etwa jeder zehnte Geflüchtete einen Job habe. Außerdem sprach er internationale Erfahrungen an, wonach es bei einer einwandfreien Integration erst nach fünf Jahren möglich sei, etwa fünfzig Prozent zu beschäftigen. „In unserem Land dauern alleine die Asylverfahren mehr als doppelt so lange wie in vergleichbaren Ländern“, sieht Mahr Österreich im untersten Bereich der präsentierten Statistik und sagt: „Schnelle Asylverfahren sind das Um und Auf für gelingende Integration.“

Darum setzt sich die FPÖ in Oberösterreich mit Nachdruck für eine Aufstockung des Personals im betroffenen Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ein – zuletzt durch eine Resolution im oberösterreichischen Landtag.

„Anfangs wurde allen vermittelt, dass unzählige Akademiker und Fachkräfte nach Österreich flüchten würden. Nun haben wir es schwarz auf weiß. Unser Arbeitsmarkt steht durch den Flüchtlingsansturm vor einer großen Herausforderung“, fordert Klubobmann Mahr ein Umdenken handelnder Personen und sagt abschließend: „Es geht nicht darum, Schuldige zu finden oder irgendetwas schlechtzureden. Vielmehr müssen die Fehler der Vergangenheit eingesehen und der bisherige Kurs den aktuellen Erkenntnissen abgepasst werden.“